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Verkehrserziehung

Regeln sind wichtig

Grundsätze

Verkehrssicherheit

Das Fahrrad muss verkehrssicher sein. Sonst ist es gemäß Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht für den Gebrauch im Straßenverkehr zugelassen.

Fahrrad gilt als Fahrzeug

Gemäß StVO und StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung) stellt ein Fahrrad ein Fahrzeug dar, mit dem die Fahrbahn zu benutzen ist. Daraus ergibt sich auch, dass der Radfahrer als Fahrzeugführer mit allen daraus resultierenden Rechten und Pflichten anzusehen ist.

Rechtsfahrgebot

Gemäß StVO gilt für Radfahrer wie für alle anderen Fahrzeugführer auch das Rechtsfahrgebot. Hier ist ein Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand oder zu gegebenenfalls parkenden Fahrzeugen von ca. 80 bis 100 cm empfohlen. Radfahrer müssen hintereinander fahren; nebeneinander darf nur gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird.

Das Rechtsfahrgebot schließt auch die Benutzung von linken Radwegen aus (es sei denn, sie sind speziell gekennzeichnet).

Personenbeförderung

Personenbeförderung ist auf Fahrrädern nur eingeschränkt möglich. Von Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind, dürfen nur Kinder unter 7 Jahren mitgenommen werden. Für die transportierten Kinder muss ein besonderer Sitz vorhanden und sichergestellt sein, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können.

Radwege

Gemäß StVO ist der Radfahrer verpflichtet, Radwege, die neben der Fahrbahn verlaufen, zu benutzen. Diese müssen mit den Zeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnet sein. Bei Kennzeichnung mit Zeichen 237 handelt es sich ausschließlich um einen Radweg. Zeichen 240 weist auf die gemeinsame Benutzung des Weges von Fußgängern und Radfahrern hin. Hier darf nur mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden und es muss besondere Rücksicht auf Fußgänger genommen werden. Bei Zeichen 241 ist der Weg in einen Abschnitt für Radfahrer und einen Abschnitt für Fußgänger unterteilt.

Die Benutzungspflicht des Radweges ist aufgehoben, wenn der Weg nicht benutzbar ist (z.B. durch Schnee, Laub, Schmutz) oder nicht in die gewünschte Richtung führt. In diesen Fällen ist die Fahrbahn zu benutzen.

237 Radweg

240 gemeinsamer Geh- und Radweg

241 getrennter Geh- und Radweg

Fahren auf dem Gehweg

Kinder müssen bis zum vollendeten 8. Lebensjahr den Gehweg benutzen, bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen Sie mit ihren Fahrrädern den Gehweg benutzen (Beim Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder absteigen). Ansonsten dürfen Radfahrer den Gehweg nur benutzen, wenn dieser mit dem Zeichen 239 und dem Zusatzzeichen 1022-10 gekennzeichnet ist. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es sich nach wie vor um einen Gehweg handelt und die Fußgänger demnach Vorrang haben.

239 Gehweg

1022-10 Radfahrer frei

Seitenstreifen

Radfahrer dürfen auch rechte Seitenstreifen benützen, wenn keine Radwege vorhanden sind und Fußgänger nicht behindert werden.

Fahrradstraßen

Fahrradstraßen sind durch die Zeichen 244.1 (Beginn der Fahrradstraße) und 244.2 (Ende der Fahrradstraße) gekennzeichnet. Sofern die Fahrradstraße nicht für andere Fahrzeuge freigegeben ist, dürfen hier nur Fahrräder fahren. Alle Fahrzeuge dürfen jedoch nur mit mäßiger Geschwindigkeit fahren. Radfahrer dürfen auf Fahrradstraßen auch nebeneinander fahren.

244.1 Beginn einer Fahrradstraße

244.2 Ende einer Fahrradstraße

Einbahnstraßen

In Einbahnstraßen dürfen auch Radfahrer nur in vorgeschriebener Richtung fahren. Ausnahmen sind durch Zusatzschilder gekennzeichnet: Zeichen 220 in Kombination mit Zusatzzeichen 1000-32 oder 1000-33 oder Zeichen 267 in Kombination mit Zusatzzeichen 1022-10. Beim Radfahren gegen die Einbahnrichtung ist besondere Vorsicht geboten.

 

 

Abbiegen/Überholen

Abbiegen

Auch Radfahrer müssen das Abbiegen rechtzeitig und deutlich ankündigen. Da das Fahrrad jedoch nicht mit einem Blinker ausgestattet sein darf, ist das Abbiegen auf andere Weise zu signalisieren. Dies geschieht üblicherweise durch ein deutliches Handzeichen in die gewünschte Fahrrichtung, bevor tatsächlich abgebogen wird.

Wer mit dem Fahrrad nach links abbiegen will, braucht sich gemäß StVO nicht einzuordnen, wenn die Fahrbahn hinter der Kreuzung oder Einmündung vom rechten Fahrbahnrand aus überquert werden soll. Beim Überqueren ist der Fahrzeugverkehr aus beiden Richtungen zu beachten. Wer über eine Radverkehrsführung abbiegt, muss dieser im Kreuzungs- und Einmündungsbereich folgen.

Überholen

Grundsätzlich ist links zu überholen. Ist ausreichender Raum vorhanden, dürfen Radfahrer Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen warten, mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht auch rechts überholen.

 

Geschwindigkeit/Verkehrsampeln/Zebrastreifen

Geschwindigkeit

Die in der StVO genannten allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten gelten nur für Kraftfahrzeuge. Allerdings wird in der StVO auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Fahrzeugführer nur so schnell fahren darf, dass er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Ferner ist die Geschwindigkeit den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.

Ausdrückliche Geschwindigkeitsbegrenzungen, die mit den Zeichen 274 (zulässige Höchstgeschwindigkeit) gekennzeichnet sind, gelten jedoch für alle Fahrzeuge, somit auch für Fahrräder.

274 Zulässige Höchstgeschwindigkeit

Verkehrsampeln

Befindet sich ein Radweg neben einer ampelgeregelten Fußgängerfurt, so gilt die Fußgängerampel gemäß StVO auch für den Radverkehr, sofern keine gesonderten Lichtzeichen für Radfahrer vorhanden sind.

 

Überqueren von Zebrastreifen

Zebrastreifen räumen nur Fußgängern oder Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen Vorrang ein. Wird ein Zebrastreifen von einem Radfahrer (also fahrend) überquert, hat dieser keinen Vorrang vor dem Verkehr auf der Fahrbahn: Anspruch auf Vorrang besteht nur wenn das Rad geschoben wird und es sich somit um einen Fußgänger handelt.

 

 

Verhalten/Pflichten

 Kopfhörer

Gemäß StVO hat der Fahrzeugführer dafür zu sorgen, dass seine Sicht und das Gehör nicht beeinträchtigt werden. Ein ausdrückliches Verbot für das Tragen von Kopfhörern gibt es nicht, jedoch ist die Musik so zu hören, dass sie nicht zu einer Gehörbeeinträchtigung führt.

 

Telefonieren

Während der Fahrt ist auch für Radfahrer das Telefonieren verboten.

 

Alkohol

Trunkenheit im Verkehr ist auch für Radfahrer strafbar. Alkoholisierte Radfahrer riskieren ein Bußgeld, ihren Kfz-Führerschein und sogar ein Radfahrverbot.

 

Sonstige Pflichten/Verhalten

Radfahrer dürfen sich nicht an ein Fahrzeug anhängen.

Sie dürfen nicht freihändig fahren.

Die Füße dürfen nur dann von den Pedalen genommen werden, wenn der Straßenzustand dies erfordert.